Georg I., König von Großbritannien und Irland (nach Kneller)
Englisch
Das Miniaturporträt des britischen Königs Georg I. (1660–1727) malte ein unbekannter englischer Emailmaler als Ausschnitt nach dem 1714 von Godfrey Kneller angefertigten offiziellen Staatsporträt. Es zeigt den ersten britischen König aus dem Hause Hannover stehend im Ornat des Hosenbandordens, mit großer Allongeperücke, Hermelinumhang, die rechte Hand auf den Reichsapfel gestützt.1 Der Künstler stellte den König im Brustporträt dar, wobei sich die prächtig gestaltete Ordenskette in das untere Rund des Miniaturrahmens schmiegt.
Mit Georg I. begann die 123 Jahre währende hannoversch-britische Personalunion, während der insgesamt fünf Könige aus dem Hause Hannover nacheinander in Großbritannien regierten. Der Sohn von Kurfürst Ernst August von Hannover und Sophie von der Pfalz, seit 1698 Kurfürst von Hannover, trat 1714 beim Tod der englischen Königin Anna (2016-19) die Thronfolge an. Grund hierfür war die Entscheidung des englischen Parlaments, nur noch eine protestantische Thronfolge zuzulassen. So hatte es 1701 im Act of Settlement festgelegt, dass Sophie von der Pfalz, eine Enkelin Jakobs I., beim Tod der Königin Anna den Thron erben sollte. Da sie jedoch wenige Wochen vor Anna starb, ging die Krone an ihren Sohn Georg Ludwig über.
J. S. O.