Albert Kasimir von Sachsen-Teschen
Österreichisch
Vor einer Brüstung und neben einem hohen Sockel, die beide mit Herrschaftszeichen geschmückt sind, ließ sich der österreichische Generalfeldmarschall Albert (auch Albrecht) Kasimir von Sachsen-Teschen (1738–1822) porträtieren. Ein Prunkhelm und ein Schwert verweisen auf den militärischen Rang des Dargestellten und zusammen mit dem Sockel auch auf seine gesellschaftliche Position. Der Sohn des sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. und der österreichischen Erzherzogin Maria Josepha war verheiratet mit Marie Christine, der Lieblingstochter Königin Maria Theresias. Von seinem Schwiegervater erbte er Güter im österreichischen Schlesien und nannte sich fortan Herzog von Teschen. Seine Identität ist durch mehrere Vergleichsbildnisse gesichert.1
1765 bis 1780 war Albert Kasimir Statthalter in Ungarn, anschließend Generalgouverneur der Österreichischen Niederlande. Bereits zu dieser Zeit erwarb er eine umfangreiche Kunstsammlung. In seiner neuen Heimat Wien ließ er sich das ehemalige Palais Taroucca umbauen. Hier befindet sich noch heute die nach ihm benannte Albertina, die weltweit größte Graphiksammlung.
1818 hatte Albert Kasimir in Ungarisch-Altenburg eine der ersten landwirtschaftlichen Lehranstalten Europas gegründet. Das Porträt zeigt ihn mit dem Band und Bruststern des Königlich-Ungarischen Sankt-Stephans-Ordens.
J.S. O.