Charles Boit
Der Sohn eines aus Frankreich eingewanderten Händlers machte in Stockholm 1677–1682 eine Lehre als Goldschmied, bevor er für drei Jahre in Paris und Göteborg arbeitete. 1685 kehrte er nach Stockholm zurück und bildete sich hier unter Arvid Karlsteen zum Emailmaler aus. Zwei Jahre später verließ er seine Heimat erneut und siedelte nach London über, wo ihn Wilhelm III. zum Hofemailmaler ernannte. 1699 arbeitete er dann in Den Haag, im Jahr darauf am Düsseldorfer und am Wiener Hof. 1703 kehrte er nach London zurück, floh aber 1715 vor seinen Gläubigern nach Frankreich. In Paris wurde er 1717 in die Königliche Akademie aufgenommen. Bis auf eine Reise 1719/20 nach Dresden verbrachte er hier seine letzten Lebensjahre. Boit arbeitete sowohl in der Email- als auch in der Wasserfarbentechnik.